{"id":1251,"date":"2014-01-03T01:07:17","date_gmt":"2014-01-03T00:07:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.valandre.com\/blog\/?p=1251"},"modified":"2014-01-03T13:10:46","modified_gmt":"2014-01-03T12:10:46","slug":"nanga-parbat-winter-expedition-10-bericht-02-01-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.valandre.com\/blog\/2014\/01\/03\/nanga-parbat-winter-expedition-10-bericht-02-01-2014\/","title":{"rendered":"Nanga Parbat Winter-Expedition | 10. Bericht 02.01.2014"},"content":{"rendered":"\n<p><div id=\"attachment_1253\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.valandre.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Route-beobachten_CB9A6600cDarekZaluski.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1253\" class=\"size-medium wp-image-1253\" title=\"Nanga Parbat - Route-beobachten (c) DarekZaluski\" alt=\"Nanga Parbat - Route-beobachten (c) DarekZaluski\" src=\"https:\/\/www.valandre.com\/blog\/wp-content\/themes\/enigma-wp2\/img\/loading16.gif\" width=\"450\" height=\"299\" data-original=\"https:\/\/www.valandre.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Route-beobachten_CB9A6600cDarekZaluski-450x299.jpg\"><\/a><p id=\"caption-attachment-1253\" class=\"wp-caption-text\">Nanga Parbat &ndash; Route-beobachten (c) DarekZaluski<\/p><\/div>\n<\/p><p style=\"text-align: center;\">\n<\/p><p><span style=\"color: #808080;\"><strong style=\"line-height: 1.5;\">Text von Stefan Nestler<\/strong><strong style=\"line-height: 1.5;\"> | <\/strong><strong style=\"line-height: 1.5;\"><a href=\"http:\/\/blogs.dw.de\/abenteuersport\/\">Blog Abenteuer Sport Deutsche Welle<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong><a title=\"Ralf Dujmovits\" href=\"http:\/\/www.ralf-dujmovits.de\/expeditionen\/2013\/nanga-parbat-expedition.html\" target=\"_blank\">www.ralf-dujmovits.de<\/a> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Expeditionsabbruch am Nanga Parbat<\/strong><\/p>\n<p>Ausgehend von meiner Idee sich an einem hohen Berg auf der s&uuml;dlichen Hemisph&auml;re zu akklimatisieren &ndash; um Kr&auml;fte zu sparen und dann&nbsp;gut akklimatisiert und m&ouml;glichst z&uuml;gig die Winter-Besteigung zu versuchen &ndash; war zun&auml;chst alles optimal verlaufen. Vom Aconcagua brachte ich tats&auml;chlich die gute Akklimatisation mit: vier N&auml;chte auf 6000m und zwei N&auml;chte am Gipfel (6964 m, 12. + 13. Dezember)&nbsp;und konnte damit hoffen am Nanga Parbat gut voran zu kommen.<\/p>\n<p>Mit einem Tag Versp&auml;tung (Flugausfall Darek) trafen wir&nbsp;am 24.12. im Basislager des Nanga Parbat ein. Leider waren zu diesem Zeitpunkt weder das Wetter noch die Gletscher-Verh&auml;ltnisse so, dass an einen z&uuml;gigen Aufstieg noch an ein genaues Inspizieren der Route zu denken gewesen w&auml;re.<\/p>\n<p>Sowohl auf der Kinshofer-Route als auch auf der G&ouml;schl-Route sind &uuml;ber weite Strecken Blankeis zu erkennen, die einen massiven Material-Aufwand erfordern w&uuml;rden. Nur auf der Messner-Route mit bekannterma&szlig;en gr&ouml;&szlig;eren objektiven Gefahren scheinen die Schnee- und Eisverh&auml;ltnisse so, dass mit &uuml;berschaubarem Absicherungs-Aufwand die Route auch alleine zu begehen sein k&ouml;nnte. Leider stellen sich aber die Gletscherverh&auml;ltnisse als so zerrissen und kompliziert heraus, dass ohne&nbsp;aufw&auml;ndiges&nbsp;Erkunden der Route&nbsp;zu zweit in Seilschaft an einen durchg&auml;ngigen Aufstieg nicht zu denken ist. So ereichen Darek und ich am 30\/12 auf der Messner-Route eine H&ouml;he von 5500 m (x im angeh&auml;ngten Bild) und richten dort ein kleines Material-Depot ein. Tags darauf und f&uuml;r die folgenden 36 Stunden starker Schneefall.<\/p>\n<p>Am ersten Tag mit wirklich guten Wetterverh&auml;ltnissen, dem 01\/01\/2014, der ein akkurates Inspizieren der Messner-Route per Fernglas erlaubte, erkenne ich im rechten Teil der gro&szlig;en Serac-Barriere &ndash;&nbsp;die &uuml;ber dem unteren Teil der Messner-Route h&auml;ngt &ndash; zwei freistehende, &uuml;berh&auml;ngende Eist&uuml;rme. Beide sind zur Eisbarriere hin eingerissen und bereits nach au&szlig;en geneigt.<\/p>\n<p>Bei einem weiteren Erkunden der Route und nat&uuml;rlich dann auch bei einem Durchstieg Richtung Gipfel und beim Abstieg&nbsp;w&auml;re jeweils &uuml;ber l&auml;ngere Strecken ein Aufenthalt in unmittelbarer Falllinie dieser Eist&uuml;rme unumg&auml;nglich. Nach genauem Abw&auml;gen der Situation habe ich mich nun heute morgen &ndash; wir sind im Tiefschnee noch mal 2 Stunden zum Gletscher aufgestiegen &ndash; zu einem Abbruch der Expedition entschlossen. Darek unterst&uuml;tzt meine Entscheidung.<\/p>\n<p>Mit einem gewissen Risiko hatte ich beim Aufstieg im Winter auf der Diamir-Seite &ndash; speziell auf der Messner-Route &ndash; gerechnet. Nicht aber mit unabsehbaren Risiken, die ich nicht bereit bin einzugehen. Der&nbsp;schwere&nbsp;Unfall am K2 oberhalb des Flaschenhals im Jahr 2008&nbsp;wegen&nbsp;eines abbrechenden Teils des gro&szlig;en Seracs&nbsp;ist eines von vielen Beispielen von vermeidbaren&nbsp;Eisschlag-Unf&auml;llen.<\/p>\n<p>Wir&nbsp;hatten hier im Norden Pakistans am Nanga Parbat eine gute, sehr kalte und abenteuerliche Zeit.&nbsp;Wegen der drei uns begleitenden &ndash; sehr netten &ndash; Polizisten war zur Unterst&uuml;tzung unseres Kochs Essan auch Karim &ndash; beide sind&nbsp;Hunza&nbsp;&ndash; mit dabei. Mit allen f&uuml;nfen&nbsp;haben Darek und ich uns bestens und freundschaftlich verstanden. In den n&auml;chsten Tagen&nbsp;d&uuml;rfen Darek und ich&nbsp;noch ein paar Tage zu Essan und seiner Familie nach Aliabad. Schon seit langem m&ouml;chte ich ein filmisches Portrait &uuml;ber diesen au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Menschen, Freund, Expeditionskoch und Edelsteinsucher drehen. Ich freue mich darauf, seine Familie kennen zu lernen und mit ihm seine neu eingerichtete Miene weit oberhalb des Hunzatals zu besuchen.<\/p>\n<p>Gerne m&ouml;chte ich wieder meinen Sponsoren herzlich danken, die&nbsp;mir diese Chance, erst den Aconcagua besteigen zu k&ouml;nnen&nbsp;und dann den Nanga Parbat im Winter kennen zu lernen, erm&ouml;glicht haben:<\/p>\n<p>Sch&ouml;ffel, LOWA, GoreTex, Komperdell, Valandr&eacute;&nbsp;und Beal.&nbsp;Den teilweise seit 20 Jahren Verantwortlichen&nbsp;meinen allerbesten Dank!<\/p>\n<p>Ein gro&szlig;es Dankesch&ouml;n an Nicola Roth im B&uuml;ro &ndash; sie hat diese gro&szlig;e logistische Aufgabe fast im Alleingang gestemmt &ndash; , an Charlie Gabl f&uuml;r seine wie immer zuverl&auml;ssigen Wetterprognosen und an Stefan Nestler f&uuml;r die gute Berichterstattung.<\/p>\n<p>Ich gehe mit Wehmut von hier weg &ndash; es war ein hartes, aber auch wildes und sch&ouml;nes Abenteuer.<\/p>\n<p>F&uuml;r 2014 meine besten W&uuml;nsche &ndash; letztlich z&auml;hlt nur die Gesundheit und die liebenden Menschen um einen herum.<\/p>\n<p>Den beiden Expeditionen auf der Rupal-Seite des Nanga Parbat w&uuml;nsche ich viel, viel Gl&uuml;ck und Erfolg.<\/p>\n<div>Hush raho! (In Urdu: Be happy!)<\/div>\n<div>Ralf Dujmovits<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text von Stefan Nestler | Blog Abenteuer Sport Deutsche Welle www.ralf-dujmovits.de Expeditionsabbruch am Nanga Parbat Ausgehend von meiner Idee sich an einem hohen Berg auf der s&uuml;dlichen Hemisph&auml;re zu akklimatisieren &ndash; um Kr&auml;fte zu sparen und dann&nbsp;gut akklimatisiert und m&ouml;glichst z&uuml;gig die Winter-Besteigung zu versuchen &ndash; war zun&auml;chst alles optimal verlaufen. 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